Das Thema Umweltschutz ist in aller Munde, in vielen (aber noch zu wenigen) Köpfen und wird leider immer noch viel zu schwach umgesetzt auf dieser Welt. Zukünftige Generationen, unsere Kleenen, für Umweltschutz zu sensibilisieren ist eine kleine Gratwanderung. Ich persönlich möchte zwar, dass meine Tochter weiß, welche Milch von glücklichen Kühen kommt und warum Bienen so enorm wichtig für uns sind, aber ich will ihr auch keine Angst machen, dass die Menschheit bald erstickt an ihrem ganzen Müll und an ihrer von Gier geleiteten Zerstörungswut. Ravensburger hat für dieses Erklärungproblem ein paar Tricks auf Lager und auch das eine oder andere Buch möchte ich Dir heute empfehlen.

Wie erkläre ichs dem Kinde?

Mama Anke schreibt für die –>Ravensburger Rubrik Family & Friends und kennt die Situation; irgendwann fangen Kinder an Fragen zu stellen. Der Spielplatz ihrer Tochter war eines Tages so voller Müll, dass diese ganz aufgeregt war. Sie fragte sich, was für Leute einfach so die Umwelt so verschmutzen. “Zunächst bestärkte ich sie in ihrem Unmut. Da fiel mir auf, dass in ihrem Zimmer noch Licht brannte und im Wohnzimmer das Radio lief.” erzählt Anke. “In der Küche lagen Erdbeeren aus Israel, die Spülmaschine hatte ich halb voll angestellt, doch der Mülleimer war randvoll dank Plastikverpackungen. Was unseren Umgang mit Energie, Rohstoffen und Recycling angeht, gab es also noch Potenzial.

Nachdem Mama Anke ihre Tochter gebeten hatte, das Licht in ihrem Zimmer auszumachen, setzten sie sich bei einer Tasse Kakao zusammen und versuchten, die Fragen zu klären: “Wie das ist mit der Umwelt, unserer Erde, dem Klimaschutz – auf der Welt, in Deutschland und bei uns im Alltag. Warum Müll auf den Spielplatz schmeißen genauso fragwürdig ist wie Erdbeeren essen im Februar. Was so wichtig daran ist, nicht immer das Auto zu nehmen und warum es uns Menschen so schwer fällt, unser Verhalten zu verändern.

Doch ab wann entwickeln eigentlich Kinder ein Umweltbewusstsein? Schon mit zwei Jahren interessieren sich Kinder für alles, was um sie herum passiert. Mit Mama oder Papa draußen unterwegs entdecken sie Tiere, Blumen, Pflanzen und Bäume genauso wie Busse oder die Lastwagen der Müllabfuhr. Auf Grundlage dieser ersten Eindrücke und Erfahrungen mit der eigenen Umwelt entwickelt sich im Kita- und Grundschulalter schrittweise ein Umweltbewusstsein.

Eine gute Lösung: Die Punkteliste

Anke und ihre Tochter beschlossen, “eine Punkteliste für gute Sachen, die man tut” anzulegen. “Und wenn man genug Punkte gesammelt hat, darf man etwas Schlechtes machen“. Etwas Schlechtes bedeutete aber in diesem Fall nicht, Müll auf den Spielplatz zu kippen – das wiederum kam auf eine Verbotsliste. Keine schlechte Idee! So änderten die beiden im Alltag erst mal das, was ohne große Umstellung möglich war.

Ich fand die Idee richtig gut.” sagt Anke. “Es geht ja nicht darum, nie wieder Ananas zu essen oder nicht mehr mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen. Es geht darum, erst mal das zu verändern, was ohne große Umstellung im Alltag möglich ist. Denn Umweltschutz mit Kindern muss alltagstauglich sein, damit er auch langfristig verfolgt wird. Das Fahrrad zum Einkaufen nehmen zum Beispiel, das Auto nicht jede Woche waschen, den Müll richtig zu trennen, bei schönem Wetter die Wäsche auf der Leine und nicht im Trockner trocknen. Obst und Gemüsesorten dort kaufen, wo sie nicht in riesigen Plastikschalen und aufwändigen Verpackungen angeboten werden oder so einheitlich perfekt geformt sind, dass sie schon nach Gentechnik riechen.
Umweltschutz

Es geht oft auch ohne Plastik und regional. Foto von Patrick Fore auf Unsplash

Ankes Beispiel für die Listen:

Punkteliste

  • Regional und saisonal einkaufen
  • Weniger Fleisch und Milchprodukte essen
  • Das Fahrrad benutzen
  • Für Obst und Gemüse Stoffsäckchen mit zum Einkauf nehmen
  • Strom ausschalten, wenn er nicht gebraucht wird
  • Heizung herunterdrehen, wenn man das Haus verlässt
  • Nicht so viel online einkaufen

Verbotsliste

  • Müll in die Natur werfen
  • Das Auto jede Woche waschen
  • Papier und Glas nicht getrennt entsorgen
  • Getränke in Plastikflaschen kaufen
  • Einweggeschirr verwenden
  • Plastiktüten verwenden
  • Wasser unnötig laufen lassen

Bildung zum Klimaschutz fängt in der Kita an

So lautet das Motto des Klima-Kita-Netzwerks in Deutschland. Es lädt Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte ein, hinter die Dinge zu schauen und Handlungsalternativen zu entdecken. Aber nicht nur in der Kita fängt Umweltschutz und Klimaschutz an, auch zu Hause muss für das Thema sensibel gemacht werden. Hierzu hat Ravensburger ein paar Tipps und Lifehacks zusammengetragen:

  • Das Gemüse ist schon überreif, aber noch nicht verdorben? Viel zu schade für den Müll. Mach doch einfach Gemüsepuffer draus. Für zwei Personen benötigst Du ca. 500g Gemüse (gerieben), ein Ei und ca. 40g Mehl. Masse mischen, würzen, Puffer formen und in der Pfanne goldbraun braten. Fertig!
  • Müsliriegel, Hummus, sogar Zahnpasta: Viele Dinge, die wir fertig in Plastik verpackt kaufen, lassen sich auch ohne viel Aufwand (gemeinsam mit den Kindern) selber herstellen. Rezepte gibt es zahlreich im Internet. Zum Beispiel lohnt sich ein Blick auf die Seite –>Green.Urban.Lifestyle.
  • Frischhaltefolie landet nach Gebrauch im Müll. Bienenwachstücher sind wiederverwendbar und damit eine umweltfreundliche Alternative. Die gibt es fertig zu kaufen, aber auch sie lassen sich selber machen. Anleitungen findet man ebenfalls im Netz – auch eine schöne Geschenkidee.
  • Für bessere Luft ohne Plastik und Chemie: Bastel Dir selber einen Raumlufterfrischer! In den Deckel eines ausgewaschenen Marmeladenglases Löcher stechen. Aus altem Zeitungspapier oder gebrauchtem Geschenkpapier Kügelchen formen und mit wenig ätherischem Öl beträufeln, hineingeben und verschließen.

Ravensburger Buchtipps zum Umweltschutz

Zwei Bücher möchte ich Dir vorstellen, die helfen können, das Thema Umweltschutz kindgerecht anzugehen.

Umweltschutz

Wir schützen unsere Umwelt“: Schon Kinder sind offen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Das Buch vermittelt, warum wir sparsam mit Strom und Wasser umgehen sollten, welche Bedeutung Wälder für unser Klima haben und wieso Umweltschutz auch Tierschutz ist. Kinder erfahren außerdem, warum es für die Umwelt besser ist, saisonale Produkte zu kaufen, wie man Verpackungsmüll einspart – und dass es Spaß macht, selbst aktiv zu werden. Ab 4 Jahren geeignet.

Profiwissen Umweltschutz“: Was hat ein Schnitzel mit dem Klimawandel zu tun? Warum ist Plastikmüll so schlecht? Und was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Dieses Buch vermittelt altersgerecht, welche Faktoren unsere Umwelt belasten. Es erklärt, welche Folgen die Kilmaveränderung für die Erde und uns Menschen hat und war dagegen tun können. Interviews mit Umweltschützern regen dazu an, selbst aktiv zu werden. Ab 8  Jahren geeignet.

Was kannst Du noch tun?

Das Wichtigste bringen alle Kinder von sich aus mit: Sie sind wissbegierig und beobachten ganz genau, was um sie herum und in ihrer Umwelt geschieht. Dabei stellen sie jede Menge Fragen und erweitern ihr Wissen täglich. Damit aus Kindern umweltbewusste Jugendliche und Erwachsene werden, braucht es aber noch eine weitere Zutat: Nämlich ein gutes Gefühl für die Natur, für den Wald, für Bäume, Tiere und Pflanzen – oder wie es eine Studie des WWF (World Wide Fund For Nature) zum Thema Umweltausbildung genannt hat: Es braucht die emotionale Verbundenheit zur Natur – nur was uns wichtig ist, empfinden wir auch als schützenswert.

Umweltschutz

Raus in die Natur! Foto von Liana Mikah auf Unsplash

Die Liebe zur Natur entdecken, 4  Tipps von Ravensburger
  • Magst Du Tiere genauso gerne wie Deine Kinder? Dann entdecke gemeinsam die Welt der Tiere und ihrer Lebensräume! Zum Beispiel bei gemeinsamen Waldspaziergängen oder Tierparkbesuchen – oder auch beim Stöbern in den hier vorgestellten Büchern.
  • Am eindrucksvollsten ist, die Natur hautnah zu beobachten und zu entdecken: Pflanzen, Insekten, Tiere – nimm Dir Zeit, alles genau und liebevoll zu betrachten. Geht gemeinsam auf kleine und große Entdeckungsreisen.
  • Sei ein Vorbild, indem Du selbst aktiv bist. Wie wäre es, als Familie einfach mal den Müll auf dem Gehweg oder im Wald aufzusammeln und ein Spiel daraus zu machen, wer mehr findet? So kann Müllsammeln und Mülltrennen zu einer echten Herzensangelegenheit werden.
  • Verbinde die nächsten Einkäufe mit Deinen Kindern zu einer kleinen Umwelt-Rallye: Wer findet Lebensmittel ohne Verpackung? Welche Flaschen und Behälter kommen ins Recycling? Was ist ganz natürlich und ohne Gentechnik oder viele chemische Zusatzstoffe hergestellt?

Also ab in die Natur!

Anna

Artikel enthält Werbung, Text beinhaltet Auszüge aus der Rubrik –>Family & Friends, UVP “Umweltschutz”: 14,99€, “Wir schützen unsere Umwelt”: 14,99€, Titelbild: Annie Spratt über Unsplash, Coverbilder: Ravensburger

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